"Mensch-Tier Beziehungen in der Welt der Lebenden und der Toten. Archäozoologische Studien der Siedlungen und Friedhöfe in Jura und Elsass, von der Spätantike bis zum Ende des frühen Mittelalters".

Die vorliegende archäozoologische Studie konzentriert sich auf die Mensch-Tier-Beziehungen von der Spätantike (Mitte des 3. Jh.) bis zum Ende des frühen Mittelalters (11. Jh.).Geografisch umfasst sie das Juragebirge und die elsässische Ebene. Diese beiden räumlich benachbarten Gebiete sind bis heute...

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Bibliographic Details
Main Author: Putelat, Olivier
Other Authors: Archéologies environnementales, Archéologies et Sciences de l'Antiquité (ArScAn), Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne (UP1)-Université Paris 8 Vincennes-Saint-Denis (UP8)-Université Paris Nanterre (UPN)-Ministère de la Culture et de la Communication (MCC)-Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)-Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne (UP1)-Université Paris 8 Vincennes-Saint-Denis (UP8)-Université Paris Nanterre (UPN)-Ministère de la Culture et de la Communication (MCC)-Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Université Paris I Panthéon-Sorbonne, Corinne BECK
Format: Doctoral or Postdoctoral Thesis
Language:French
Published: HAL CCSD 2015
Subjects:
Online Access:https://theses.hal.science/tel-01325443
https://theses.hal.science/tel-01325443/document
https://theses.hal.science/tel-01325443/file/2015-07%20PUTELAT%20Les.pdf
Description
Summary:Die vorliegende archäozoologische Studie konzentriert sich auf die Mensch-Tier-Beziehungen von der Spätantike (Mitte des 3. Jh.) bis zum Ende des frühen Mittelalters (11. Jh.).Geografisch umfasst sie das Juragebirge und die elsässische Ebene. Diese beiden räumlich benachbarten Gebiete sind bis heute wichtige Verkehrsachsen und Flusswege (Doubs, Saône, Rhône, Rhein), gehörten zu verschiedenen historischen Königreichen und wurden von Bevölkerungsgruppen bewohnt, die unterschiedlichsten kulturellen Einflüsse ausgesetzt waren.Die osteologischen Quellen werden vor dem Hintergrund dreier unterschiedlicher Kontexte analysiert: Siedlungen, Gräberfelder und der Sterblichkeit von Rindern.- Im ersten Kapitel werden die Forschungsproblematik sowie der chronologische und methodische Rahmen der überregionalen Studie (Ostfrankreich, westliche Schweiz, Süddeutschland) beschrieben.- Kapitel 2 beschäftigt sich mit geografischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Dazu werden 64 Siedlungen (mit rund 146.000 bestimmten Knochen von 87 Taxa) untersucht und die unterschiedlichen Ergebnisse (Lebensmittelversorgung, Viehzucht, Jagd) vorgestellt.- Kapitel 3 ist dem Grabbrauch gewidmet. Dazu werden 30 Gräberfelder mit Tierknochen untersucht. Zu unterscheiden sind symbolische Beigaben, ganze Tierskelette und Speisebeigaben. Die Ergebnisse werden mit Befunden und Funden aus Gallien und Germanien verglichen. - In Kapitel 4 werden hochmittelalterliche Rinderskelette von drei unterschiedlichen Fundplätzen der gleichen Region untersucht. Unter der Hypothese der Entsorgung von Tierkadavern nach Tierseuchen werden zeitgleiche Fallbeispiele aus Frankreich herangezogen und die Ergebnisse mit mittelalterlichen Schriftquellen zur Tiersterblichkeit verglichen. - Kapitel 5 präsentiert die generellen Ergebnisse, jeweils nach Kontext und Tierart.- Der Anlagenband enthält zusätzliche Daten.Die archäozoologische Studie von Tierknochen aus Siedlungsabfällen (Kapitel 2) hat zahlreiche neue Erkenntnisse erbracht, insbesondere zur Rolle der verschiedenen ...