Die spät- und nacheiszeitliche Vegetationsgeschichte der Schwäbischen Alb

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg Bd. 176 (2020) : Vor ungefähr einhundert Jahren begann die Erforschung der spät- und nacheiszeitlichen Vegetationsgeschichte der Schwäbischen Alb. Demzufolge wurde in der Späteiszeit dieses Mittelgebirge von einer Tundra bedeckt. Erst im All...

Full description

Bibliographic Details
Main Author: Smettan, Hans W.
Format: Text
Language:German
Published: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 2020
Subjects:
Online Access:https://dx.doi.org/10.26251/jhgfn.176.2020.004-042
https://ojs-jh-gfn.ub.uni-stuttgart.de/index.php/jahreshefte/article/view/2
Description
Summary:Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg Bd. 176 (2020) : Vor ungefähr einhundert Jahren begann die Erforschung der spät- und nacheiszeitlichen Vegetationsgeschichte der Schwäbischen Alb. Demzufolge wurde in der Späteiszeit dieses Mittelgebirge von einer Tundra bedeckt. Erst im Alleröd kam es zu einer Wiederbewaldung mit Kiefern. Auch noch im Präboreal herrschte ein lichter Kiefernwald vor. Im Boreal gelangte dann die Hasel zur Vorherrschaft; Eichen, Linden und Ulmen tauchten auf. Im anschließenden Atlantikum prägten Eichenmischwaldarten mit einer haselreichen Strauchschicht das Landschaftsbild. In dieser Zeit drangen Weiß-Tannen und Fichten auf die Südwestalb vor. Im darauffolgenden Subboreal wurde die Rot-Buche häufigste Baumart. Damals scheinen Nadelgehölze auch am Rande der nordöstlichen Alb aufgetaucht zu sein. Spätestens ab dem Subatlantikum konnte sich der Wald nicht mehr natürlich weiterentwickeln. Vielmehr wurde er in großem Umfang für die Landwirtschaft gerodet oder für andere Zwecke genutzt